Neuseelands Wirtschaft wächst: Das birgt Chancen für Unternehmen und Investoren

In den vergangenen Jahren hat sich Neuseeland durch konsequente Deregulierung und die Ausrichtung auf den weltweiten Handel zu einer belastbaren und flexiblen Volkswirtschaft entwickelt, die international wettbewerbsfähig ist.

Auckland city at night

Auckland City Skyline bei Nacht

Neuseelands Wirtschaftswachstum lag 2012 bei 2,5 Prozent. In diesem Jahr soll es zwischen 2,4 und 3,1 Prozent liegen (Quelle: Germany Trade & Invest, Wirtschaftstrends Neuseeland – Jahresmitte 2013). Rund ein Drittel des wirtschaftlichen Gesamtertrags basiert auf dem Export. Besonders gefragt sind beispielsweise neuseeländische Milchprodukte und Rundholz, aber auch Fleisch, Obst und Gemüse. Neben Australien und den USA spielen für den Export vor allem die asiatischen Märkte, mit denen weitreichende Freihandelsabkommen bestehen, eine große Rolle. Trotz internationaler Wirtschaftskrisen und dem verheerenden Erdbeben in der Region um Christchurch im Jahr 2011 steigt das Bruttoinlandsprodukt kontinuierlich. Zu den stärksten Wachstumstreibern zählen die Agrar- und Forstwirtschaft, die Lebensmittelindustrie, der gesamte Infrastrukturbereich – vom Straßenbau bis zum Ausbau der erneuerbaren Energien – die hochwertige Fertigungsindustrie, der High‐Tech‐Bereich und der Dienstleistungssektor. Außerdem wird die Bauwirtschaft 2013 zu den Hauptwachstumsträgern gehören. Der Grund: Der Wiederaufbau der Gegend um Christchurch läuft seit Mitte 2013 auf Hochtouren, was zu einer Belebung des Arbeitsmarktes sowie einer steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen, Baustoffen und Maschinen geführt hat.

Attraktives Investitionsumfeld

Die stetig wachsende Nachfrage aus dem asiatischen Raum und eine entsprechende Politik zur Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit lassen auch künftig ein positives Wachstum der neuseeländischen Wirtschaft erwarten. Neuseeland investiert stark in Forschung und Entwicklung, verfügt über ein überdurchschnittlich hohes, tertiäres Bildungsniveau und einen großen Anteil qualifizierter Arbeitskräfte. Niedrige Lohnnebenkosten sorgen für einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu westlich geprägten Industrienationen. Eine nachhaltige Fiskalpolitik, ein verlässliches Rechtssystem, das den Schutz geistigen Eigentums in besonderem Maße berücksichtigt sowie die Vereinfachung des Steuersystems und des regulatorischen Umfelds machen Neuseeland zu einem attraktiven Investitionsmarkt für mittelständische Unternehmen und Investoren aus aller Welt. 

Als Sprungbrett in asiatische Märkte und als Testmarkt für hochwertige Nischenprodukte aus unterschiedlichen Technologiebereichen bietet Neuseeland aussichtsreiche Geschäftsmöglichkeiten. Die vergleichsweise niedrigen Energiekosten – schon heute deckt Neuseeland über 70 Prozent seines Strombedarfs aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien – bieten auch für energieintensive Fertigungsindustrien Anreize. Aufgrund der kulturellen Nähe, des gemeinsamen Rechtsverständnisses und gemeinsamer, europäisch geprägter Wertvorstellungen wächst das Interesse deutscher Unternehmen an einem Engagement in Neuseeland stetig. 

Mitgliedschaft in Wirtschaftsorganisationen

Neuseeland ist Mitglied der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC). Darüber hinaus hat Neuseeland das South Pacific Regional Trade and Economic Cooperation Agreement (SPARTECA) sowie das Pacific Agreement on Closer Economic Relations (PACER) unterzeichnet.

Mit Australien, einem der wichtigsten Handelspartner, besteht im Rahmen des CER-Abkommens (Closer Economic Relations) freier Warenverkehr. Als erstes Industrieland hat Neuseeland 2008 ein Freihandelsabkommen (FTA) mit China abgeschlossen. Seit Unterzeichnung dieses Abkommens ist der Export nach China um 153 Prozent gestiegen. Nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Taiwan im Juli 2013 ist Neuseeland das erste Land, das mit China, Hongkong, Malaysia und Taiwan gleichzeitig Freihandelsabkommen unterhält. Überdies verhandelt Neuseeland als erstes westliches Land zurzeit mit Russland, Weißrussland und Kasachstan über ein Freihandelsabkommen. 

Investment-Chancen in Neuseeland

Es gibt viele Gründe, in Neuseeland, einer der weltweit effizientesten und wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften, zu investieren. Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat es 2012 auf den Punkt gebracht: In einem weltweiten Vergleich zeichnete das Magazin Neuseeland als unternehmer- und geschäftsfreundlichstes Land der Welt aus. Die Entscheidung für Neuseeland basiert unter anderem auf der Tatsache, dass die Inselnation über eines der einfachsten Steuersysteme der Welt verfügt und eine Unternehmensgründung dort sehr unkompliziert ist. Dank einfacher Regularien dauert es nur einen Tag, um ein Unternehmen zu gründen, und gerade einmal zwei Tage, um eine Immobilie registrieren zu lassen. Konkret bedeutet das: Investoren benötigen bis auf wenige Ausnahmen keine spezielle Genehmigung für ihr wirtschaftliches Engagement, sofern das Investitionsvolumen weniger als 50 Millionen Neuseeland-Dollar (entspricht rund 30. Mio. Euro) beträgt. Die neuseeländische Regierung arbeitet pro-aktiv an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für internationale Investoren, um ein optimales Unternehmensumfeld zu schaffen. Im Report der Weltbank „Doing Business 2012“ belegt Neuseeland sogar den ersten Rang in Sachen Anlegerschutz. Außerdem gibt es vielfältige Visa-Optionen für internationale Investoren, die den Geschäftsaufenthalt oder auch einen dauerhaften Aufenthalt in Neuseeland ermöglichen. Es existieren keine Lohn-, Sozialversicherungs- und Kapitalertragsteuern und die Körperschaftssteuer liegt bei 30 Prozent.

Von den niedrigen Einstiegshürden profitieren nicht nur Unternehmer, die in Neuseeland eine Firma gründen wollen, weil zum Beispiel der privatwirtschaftlich und staatlich geförderte, hoch entwickelte Forschungs- und Entwicklungsbereich (F&E) für sie interessant ist. Auch Unternehmen, Kapitalgesellschaften oder Private Equity-Fonds, die in Neuseeland ihr Geld anlegen wollen, finden optimale Bedingungen vor. Sie können von niedrigen Inflationsraten (Prognose 2013: 1,4 Prozent laut Germany Trade & Invest), einem anhaltenden Wirtschaftswachstum (BIP-Wachstum 2012: 2,5 Prozent/Prognose 2013: 2,7 Prozent) und einer attraktiven Steuerlage profitieren und dadurch schlussendlich gute Kapitalerträge und einen attraktiven Return of Investment (ROI) realisieren.

Willkommen sind in Neuseeland auch ausländische Unternehmen, die in dem Land aufgrund des stabilen Rechts- und Wirtschaftssystems sowie gemeinsamer, europäisch geprägter Wertvorstellungen einen sicheren Standort sehen. Mit einer überdurchschnittlichen Zahl qualifizierter Arbeitskräfte und vergleichsweise niedrigen Lohnnebenkosten hat sich Neuseeland zu einem vielversprechenden Markt für die hochwertige Fertigung und die Produktion in technisch anspruchsvollen Nischen entwickelt. Aufgrund der isolierten Lage und räumlichen Begrenzung gilt Neuseeland zudem als guter Testmarkt für neue Produkte.

Da Neuseeland eine verhältnismäßig kleine Volkswirtschaft ist, überwiegen hinsichtlich Größe und Kapitalkraft mittelständische Unternehmen, die flexibel und reaktionsschnell am Markt agieren können. Die Zahl der Kooperationen und Übernahmen deutscher Mittelständler in Neuseeland steigt stetig und wird durch die vergleichbaren Größenverhältnisse erleichtert. Für viele dieser Unternehmen ist Neuseeland aufgrund seiner ausgeprägten Handelsbeziehungen auch ein ideales Sprungbrett für die Expansion in asiatische Wachstumsmärkte wie China, Indien oder Malaysia.

Business in Neuseeland: Daten & Fakten

Einen Überblick zu den wirtschaftlichen Eckdaten Neuseelands finden Sie in unserer Infografik “Business in Neuseeland: Daten & Fakten”

Kontakt

Für Informationen zu Investitionsmöglichkeiten in Neuseeland steht Ihnen Lloyd Meiklejohn, Regional Investment Manager der Neuseeländischen Wirtschaftsförderungsagentur NZTE zur Verfügung.  Lloyd.Meiklejohn@nzte.govt.nz

Für Informationen zu Neuseeland’s Residenz-Programmen steht Ihnen Jennifer Anderson, Senior Account Manager des Ministry of Business, Innovation and Employment zur Verfügung.    Jennifer.Anderson@mbie.govt.nz

Back to top